Kurztrip: Philadelphia

..nur etwa zwei Autostunden von New York entfernt liegt Philadelphia. Da die Anfahrt mit dem Zug (Amtrak) mit 60 Dollar und mehr pro Fahrt recht teuer ist, habe ich mich für den Megabus entschieden und insgesamt nur 28 Dollar gezahlt. Die Bustickets könnt ihr vorab mit eurer Kreditkarte online buchen.

amoldenhauer18

Erste Orientierung
Angekommen in Philadelphia empfehle ich euch nicht bis zur ausgeschriebenen Endstation an der 30th Street mitzufahren, sondern an der 6th Street/ Market Street auszusteigen. Von diesem Haltepunkt habt ihr kurze Wege zur Independence Hall und City Hall. Dort könnt ihr euch nicht nur im Visitor Center mit einem Stadtplan ausstatten, sondern auch mit dem Aufzug in die Kuppel fahren und die Aussicht über Philadelphia genießen. Ganz in der Nähe ist zudem die Pennsylvania Academy of the Fine Arts.

Es gibt in Philadelphia die Subway, aber auch Trolleys, die an den Sehenswürdigkeiten stoppen und euch ein Hop-on Hop-off System ermöglichen. Der Phlash Trolley ist mit zwei Dollar pro Fahrt günstig, ein Haltepunkt ist direkt an der 6th/ Market Street, wo auch der Megabus seinen Stop hat. Auf eurer Erkundungstour durch die Stadt werdet ihr an zahlreichen Murals vorbeikommen. Mehr dazu findet ihr hier.

amoldenhauer2 amoldenhauer3 amoldenhauer4
amoldenhauer5
amoldenhauer6
amoldenhauer7 amoldenhauer8 amoldenhauer9 amoldenhauer10 amoldenhauer15
amoldenhauer29
amoldenhauer36 amoldenhauer40
amoldenhauer44
amoldenhauer49 amoldenhauer43

Mütter Museum
Von der City Hall aus könnt ihr bis zur Ecke 22nd Street die Market Street entlang laufen und euch das Mütter Museum anschauen. Ausgestellt werden anatomische Präparate, Modelle und medizinische Instrumente. Eine ähnliche Ausstellung habe ich bereits im Narrenturm in Wien gesehen, von der ich sehr begeistert war. Die Räumlichkeiten dort konnte man nur in kleinen, geführten Gruppen betreten, was ich angesichts der ausgestellten Präparate angebracht finde. Die Ausstellung im Mütter Museum ist nicht minder interessant, aber leider mehr auf publikumswirksame Exponate ausgerichtet. Vom menschlichen Horn bis zu einem Gipsabdruck des Körpers der siamesischen Zwillingen Chang und Eng. Die Vermittlung der Thematik ist auf Informationstafeln beschränkt.

Auch Kinder haben Zutritt, obwohl diese wohl kaum eigenständig erfassen können, was sie in den Glaskästen zu sehen bekommen. Bei meinem Besuch habe ich sowohl von minderjährigen wie von erwachsenden Gästen an jeder Ecke „ewww“ und „oh fuck, look at this!“ gehört, was mich sehr verärgert hat. Dank des fehlenden Respekts der Anwesenden hatte ich während meines Aufenthaltes den Eindruck, mich in einem Kuriosiätenkabinett zu befinden, als in der medizinischen Ausstellung die ich erwartet hatte.

amoldenhauer23 amoldenhauer24 amoldenhauer41

Museum of Art
Als eines der größten Museen der USA bietet das Museum of Art eine umfangreiche Sammlung – von asiatischer Kunst mit raumfüllenden Nachbauten, bis zu den Brillo Boxes von Andy Wahrhol. Interessant finde ich darüber hinaus „Art Splash„, ein Familienprogramm, in dem fünf Ausstellungen speziell mit dem Fokus Spielen und Entdecken realisiert wurden. Obendrauf habt ihr vom Museum einen herrlichen Ausblick auf die Stadt.

Metro: Spring Garden oder mit dem Trolley direkt bis vor die Türe 😉

Ganz in der Nähe befindet sich das Rodin Museum; gezeigt werden Skulpturen des französischen Bildhauers Auguste Rodin. Der kleine Garten des Museums ist ideal für eine kurze Pause.

amoldenhauer39 amoldenhauer38

Eastern State Penitentiary
Das Gefängnis ist vom Museum of Art etwa 15 Minuten Fußweg entfernt. Allein das Gebäude ist sehenswert! Die Räume wurden bis 1971 als Strafanstalt genutzt, unter anderem saß der berüchtigte Al Capone in einer recht luxuriös eingerichteten Zelle (Foto) einen Teil seiner Haft ab. Mittlerweile ist die Stätte eine Ruine. Die verbliebene Einrichtung ist dennoch authentisch genug, um sich die Qualen der Insassen vorstellen zu können. Der kostenlose Audioguide erklärt euch beim Rundgang die Geschichte der Anstalt und viele Schicksale der Häftlinge. Angeblich sollen einige der verstorbenen Kriminellen als ruhelose Geister noch in den langen Gängen der Anstalt ihr Unwesen treiben. Fragt an der Kasse nach den Expert-Tours, die euch Zugang zu den speziellen Räumen gewähren, wie dem Operationssaal oder den Strafzellen im Untergrund.

Drei Zellen wurden von Künstlern umgestaltet, Karen Schmidt z.B. hat einen Raum komplett eingestrickt, Tyler Held platzierte ein Auto.

amoldenhauer11 amoldenhauer12

amoldenhauer14

amoldenhauer16
amoldenhauer17
amoldenhauer19 amoldenhauer20 amoldenhauer25 amoldenhauer26
amoldenhauer27
amoldenhauer28
amoldenhauer13
amoldenhauer30
amoldenhauer31
amoldenhauer32
amoldenhauer34 amoldenhauer35
amoldenhauer42
amoldenhauer45
amoldenhauer46
amoldenhauer48

Direkt gegenüber des Easter State Penitentiary befindet sich das OCF Coffee House. Meine Empfehlung: Probiert das Today’s Special und eine der ausgefallenen Limonaden.
Have a good trip! 🙂

amoldenhauer21

Advertisements

3 Kommentare zu “Kurztrip: Philadelphia

  1. Oh, das Foto, auf dem du drauf bist, ist so schön 🙂 und cool, mit dem Schild „Women at Eastern State“ daneben 😉 Die Zelle von Al Capone sieht aus wie eine der Kunstinstallationen…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s